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Der Weg zum Cabrio

Der Weg zum Cabrio

Auf Instagram und facebook sind schon ein paar Fotos, hier nun aber noch die richtige Vorstellung! Nach wirklich jahrelangem hadern hatte ich mich entschieden den 230CE zu verkaufen. Nach wie vor ein tolles Auto, die 2 mir mittlerweile wichtigsten Dinge waren aber nicht an Bord: Ein Sechszylinder und eine Klimaanlage. Alles andere lässt sich problemlos nachrüsten, ein Motorumbau oder eine Klimanachrüstung sind für mich aber kein Thema. Spätestens seit unserer Eifel-Tour vor ein paar Jahren bei der neben einem 300CE noch ein Omega A 3.0 24V dabei gewesen ist war mir klar dass ich auf lange Sicht nicht mit dem M102 glücklich werde. Niemand will Rennen fahren, aber die Hügel der Eifel sorgten halt dafür dass der Wagen eigentlich durchgängig am schreien war und nur regelmäßige Kickdowns zügiges Vorankommen ermöglicht haben.

So kam es das die 10 jährige Freundschaft zu diesem Auto dieses Jahr wirklich dem Ende nah gekommen war. Nach 6 Wochen bei mobile.de inseriert hat er zum Glück einen neuen Besitzer gefunden von dem ich glaube dass er den Wagen genauso gern haben wird wie ich. Das Herz blutet einem trotzdem irgendwie, knapp 1/3 meines Lebens war die schwarze Coupette bei mir.

Ein paar letzte Bilder bevor er abgeholt wurde:

 

 

 

 

 

 


What´s next?

Als Nachfolger sollte ein frühes 124er Cabrio her, und nach nur 7 Monaten suchen hab ich doch auch tatsächlich noch eines aufgetan. Um die 12-14 Autos habe ich ansehen müssen oder ansehen lassen, danke an dieser Stelle an alle die hier auch ihre Zeit für mich geopfert haben! Schon klasse wenn man auf ein Netzwerk gleichgesinnter Vögel zurückgreifen kann!

Das Fazit ist wirklich ernüchternd, 90% aller angebotenen Autos sind völlig überteuert, meist alle Cabrio spezifischen Teile defekt (die bis auf ein paar Ausnahmen auch gern NML sind) und die Karossen genauso faulig wie ihre viertürigen Pendants. Durch den Hype und die begrenzte Stückzahl von summa sumarum 34.000 Einheiten kommen mittlerweile Preisvorstellungen zutage bei denen man sich fragen muss ob man wirklich noch einen A124 haben möchte. Knapp 20.000€ sind der Rahmen wenn es ein Sechszylinder werden soll der nicht sofort in Einzelteile zerlegt werden muss, wohl aber nicht perfekt ist. Diese Zahl muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Für diesen Gegenwert bekommt man 3 gute CLKs der ersten Baureihe, dem unwürdigen und noch fauligeren Nachfolger. Alternativ wäre es auch möglich 2 Exemplare der Baureihe 209 zu erstehen, rosttechnisch wohl etwas besser aber optisch ein W203. Und wer will das schon.

Oder man man nimmt das Cabrio der Baureihe 212, gebaut von 2010 bis 2017. Die frühen Vertreter sind schon für unter 20.000€ zu haben. Man bekommt schon Zweifel über den eigenen Geisteszustand wenn man dann vor einem 25-26 Jahre alten Auto steht, mit weniger Leistung und Ausstattung, dafür aber mehr Schäden, Fäule und der gleichen.

Und so liefen die letzten 7 Monate ab. Fotos toll, stets als „erhaltenswert“ betitelt, in der Realität dann aber wirklich hart abgenutzte Daily-Driver. Und es ist ja nicht so dass die Baureihe 124 frei von Maläsen ist, bei den frühen Exemplaren mit 3.0 Liter 24V Motoren hat man zumindest weniger Lack und Blechthemen. Dafür sind die Motoren meist alle gnadenlos zerschossen worden, gerne kalt getreten so das in den Annoncen zuhauf Autos mit Temperaturanzeigen im 120 Grad Bereich auftauchen. Schleierhaft wer so blöd ist das auch noch abzulichten. Egal, jedenfalls kann der frühe M104 schon recht zickig werden wenn die Vorbesitzer tagein, tagaus die 265nm unterhalb der 4500 Umdrehungen suchten, aber wohl nie finden konnten.

Zusammengefasst, Rostprobleme, viele nicht mehr lieferbare Teile, empfindlich auf Wartungsstau reagierender Antriebsstrang. Und Verkäufer die einem den letzten echten Mercedes als tolle Wertanlage zum wegstellen andrehen wollen. Naja, im nachhinein erscheinen dann die 7 Monate irgendwie nicht mehr ganz so lang. Jedenfalls kann ich nur jedem den Tip geben der auch noch ein Cabrio sucht, bringt Zeit und Nerven mit.

Und was ist es nun geworden?

Letztes Wochenende war es aber dann so weit. In Backnang mit einem romaroten 300CE verabredet und nach 20 Minuten wieder mal von dannen gezogen war die Frage, was nun? Einen Kandidaten noch bei mobile.de auf der Liste gehabt, bei Würzburg. Liegt ja auf dem Rückweg. Angerufen, hingefahren, eingesackt. Der einzige Wermutstropfen? Die Farbkombination. Eigentlich hätte ich gern einen farblichen Fehltritt gekauft, bei den 300CEs gibt es aber gefühlt nur 3 Farben. Also wie bei allen anderen Bauformen auch, kaufen nach Zustand.

Here we go:

 

 

 

 

 

 

 

 


Die ausstehenden Arbeiten sind für meine Verhältnisse fast lächerlich. Der Wagen hat verbriefte 210.000km gemacht, ist scheckheftgepflegt und bis auf einen defekten Tageskilometerzähler komplett intakt. Im Winter aus optischen Gründen evtl eine neue Dachhaut und etwas Motorkosmetik, das wars.

Das unpassende Beleuchtungszeug der Modellpflege ist schon fast entsorgt, die Räder der Coupette montiert:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es kommt also wieder etwas Bewegung hier rein, versprochen!

 

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