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Nie wieder S124 aufbauen. Oder doch?

Nie wieder S124 aufbauen. Oder doch?

Wer kennt es nicht? Wenn man ständig durchgenudelte W124 Modelle kauft, sie wieder aufbaut, steht man irgendwann wieder am Scheideweg: Wieder aufbrauchen oder Wegstellen? Man soll es nicht glauben, aber auch ich bin lernfähig. Eigentlich sollten keine weiteren Grossbaustellen mehr auf den Hof. Eigentlich. Die ganzen gespeicherten Suchen sind alle noch aktiv, gucken kostet ja nicht. Soweit die Theorie.

„Nur mal gucken, den Markt beobachten“

In der Realität erwischt man sich dann doch regelmäßig beim stöbern, und wenn auch nur kurz. So vor kurzem passiert, und natürlich springe ich sofort drauf an. Ganze 28km entfernt steht ein S124, Baujahr 1995 in Leasingsilber (744), ca. 240.000km auf der Uhr und ganzen 18 Monaten Rest-Tüv. Kosten soll er 1.000€ VB. Anzeige war zu dem Zeitpunkt 2 Stunden online, der Verkäufer bereits nervlich am Ende. Und jetzt komm ich! Mit dem „German Herman“ Bonus lassen sich prima alte Autos kaufen, ein paar Witze über Autohändler und keine Preisgespräche, schon ist man per du. Schwer vergrippt und ohne Stimme dann hin, nur mal gucken. Ich tu es schon wieder, das Übel nimmt seinen Lauf.

Vor Ort

Der nicht im Dienst befindliche Polizist besitzt das gute Stück knappe 9 Jahre, nun sind die Hydrospeicher hinüber und der Bock hinten knüppelhart. Hinzu kommen ein zu Staub zerfallender Motorkabelbaum, die Drosselklappe sieht von innen bestimmt ähnlich aus. Kleinere Defekte wie nahezu tote Türfangbänder, gelöste Streuscheiben und zwei zerknallte Stoßstangen. Heckklappe hat es auch hinter sich. Kombi halt, das findet man auch bei doppelt und dreifach so teuren Autos. Und der Innenraum, naja. Fahrersitz durch, überall Flecken. Unter der Rücksitzbank Colaflecken und ein fast komplettes Kartenspiel. Aber er fährt, die Hinterachse war draussen zum Schweissen. Wagenheberaufnahmen wurden ebenso gemacht wie eine völlig übertriebende Hohlraum – und Flächenkonservierung mit Mike Sanders. Das Zeug ist wirklich überall!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Als wir übers Geld sprechen, nur so interessehalber, steht irgendwann nur noch eine Acht vorne. Ja verdammt, dann nimmst ihn halt. Der Neupreirechner des Hannoveraner W123 Clubs spuckt knappe 77.000Dm Neupreis aus, doch garnicht so wenig.

Die Magie des Neuanfangs

Ein paar Tage später dann mit Kurzzeitkennzeichen abgeholt und Frauchen erstmal mit Trocken und Nasssauger durchgejagt. Wird ja ihrer. Ich will den ja garnicht. Unter den Lipid – und Marmeladenflecken steckt tatsächlich ein ansehnliches Auto! Den Fahrersitz wieder hinzubekommen stellt dabei noch die kleinste Hürde dar. Der Wagen hat gelebt und ein normales Autoleben hinter sich. Seine Pflicht hat er damit eigentlich erfüllt, schauen wir mal was von Nöten sein wird um ihn weiterhin auf der Strasse zu halten. Auf den Bildern sieht er jedenfalls schöner aus als er in Wirklichkeit ist, dank an DJI und Nikon für diese wundervolle Technik! 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ran ans Werk

Hauptaugenmerk wird auf der Technik liegen, hier ist einiges im Argen. Wir können uns aber glücklich schätzen dass uns einer unserer Creme21 Sponsoren bei diesem Unterfangen unterstützen wird, die Meyle AG aus Hamburg! Zuerst wird die schon sehr ausgelutschte Vorderachse sowie die Überholung der Niveauregulierung dran kommen, in 1-2 Wochen gehts dann los. Erst im Anschluss kümmern wir uns dann um den völlig stumpfen Lack.

Den dringend benötigte Kabelage für Motor und Zündspulen bekommt der E220T von Franks hoffentlich schon bekannter Kabelbaumschule, es gibt Dinge die man garnicht erst selbst versuchen sollte!

Den Aufbau werden wir hier natürlich dokumentieren, schaut gerne auch mal auf Instagram vorbei wo einiges an Material landen wird…

Soweit für den Moment!

 

 

 

 

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