TÜV Check an der 300er Nelke
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Blecharbeiten 300E

Blecharbeiten 300E

Weiter gehts am 300E. Nachdem die Durchsicht ergab, dass 3 Stellen zu schweissen sind wird das Auto zerlegt. Beplankungen weg, Stoßstange und die Schwellerverkleidungen runter. Unter der Haube muss der Wischwasserbehälter raus und die Kühlmittelleitung provisorisch verschlossen werden. So bleibt der Wagen fahrbar. Auf ins Getümmel!

Erster Halt: Wischwasserbehälter

Ein Klassiker, der Behälter scheuert zuerst den Lack weg und irgendwann kommt der Gammel. Man kann dem Vorbesitzer da keinen Vorwurf machen, warum sollte man da auch drunter schauen. Wir machen es und verbauen nebenbei noch gleich einen neu pulverbeschichteten Halter. Der Drahtzopf auf der Flex bürstet ein kleines Rostloch frei, sehr ärgerlich. Was solls, raus damit:

 

Ein neues Blech ist schnell gebaut und eingeschweisst. Nachdem die Nähte verfeilt sind wird alles zuerst grundiert und dann die beiden Löcher gebohrt. Eines für den Blindstopfen des Wischwasserbehälters, das andere für die beiden Leitungen zur rechten Überlandfanfare. Um ein erneutes aufscheuern zu verhindern tragen wir später noch eine dünne Schicht Unterbodenschutz auf bevor das Teilstück lackiert wird.

 

Wagenheberaufnahme hinten rechts

Als nächstes nehmen wir uns die echt ekelig gemachte Wagenheberaufnahme vor. Wurde laut den Unterlagen im letzten Jahr beim TÜV bemängelt. So sollte aber kein124er behandelt werden:

Zum Glück die einzige Stelle die geschweisst wurde. Der Schuft hat leider sehr viel Material vom Rohr abgetragen so das es kaum möglich war die ursprüngliche Form wieder herzustellen. Ein Reparaturschweller von Klokkerholm leistet gute Dienste, und vor allen Dingen eine Wagenheberaufnahme in der gewünschten Größe.

Nähte feilen und großzügig in Brantho Nitrofest tauchen. Die vordere Aufnahme brauchte übrigens nur neuen Lack, was schnell erledigt ist:

Neues Nelkengrün und anschliessend 2K Klarlack, so geschützt sollte hier sehr lange kein Ärger mehr auf den Besitzer warten.

 

Radlauf hinten rechts

Die Blase im Radlauf hinten rechts war auf die Unmengen an Sand in den Radkästen zurück zu führen. Pro Seite kam jeweils fast ein kleiner Eimer Sand zusammen. Dieser wirkt wie ein Schwamm und speichert Feuchtigkeit. Das Ergebnis nach 30 Jahren:

Die ca. 3cm grosse Stelle sieht aufgeschnitten halb so wild aus. Leider ergibt sich beim abtasten des Innenradlaufs das dieser nach unten hin leider auch schon angegriffen ist. Es nützt nichts, hier zu lackieren wäre nicht von Dauer. Also aufschneiden bis sich ausschließlich gesundes Blech anfindet:

Den Innenradlauf formen wir selbst, das äussere Teil kaufen wir von Klokkerholm. Einen langen Nachmittag später sind beide Teile verschweisst und alles grundiert:

 

 

Und zuletzt: Kotflügel

Wie jeder 124er hat auch dieser hier Rost an den Kotflügeln, oder zumindest am linken. Der rechte ist am Radlauf verbeult und ziemlich vermackt. Ob er sich retten lässt wird sich zeigen, für dieses Projekt brauchen wir aber 2 neue da die Zeit drängt. Im Lager finden sich die passenden Teile. Es gibt nur zwei kleine Probleme, der rechte hat das Loch für den Zusatzblinker und die Lasche zur Verschraubung am Radhaus unten ist arg angenagt. Letzter Einsatz für das Elektra-Beckum

Alle Kanten entlackt und neu grundiert, den Rest darf dann der Lackierer machen….

Nach einer knappen Woche kommt die Nelke wieder ans Tageslicht. Viel Farbe wirds geben. Eigentlich alles ausser Dach, C-Säulen, Haube und Frontstoßstange.

Nächste Woche ist er hoffentlich fertig!

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