Stoßdämpfertausch hinten am A124 Cabrio

Stoßdämpfertausch hinten am A124 Cabrio

Trotz aller Euphorie, auch am Obdachlosen sind leider die eine oder andere Arbeit zu erledigen. Neben den üblichen Wartungsarbeiten wie Flüssigkeitswechseln sind bei knappen 210.000km auch eine handvoll Verschleissteile dran. Die ärgsten natürlich zuerst, ölige Stoßdämpfer hinten. Bei jeder Bodenwelle Geräusche, über 30 Grad so laut das sich Menschen danach umdrehen. Voll peinlich, also müssen neue her.

 

Demontage der Verkleidungen

Eigentlich ist der Wechsel der hinteren Stoßdämpfer solange ein Kinderspiel wie keine Niveauregulierung im Spiel ist. Kein nerviges Öl das ansonsten überall landet, keine fauligen Leitungen. Das Cabrio der Baureihe W124 überrascht aber mit einer kleinen Spezialität. Wo bei anderen Bauformen die Dämpfer stets im Kofferraum zu finden sind ist es hier komplett anders. Die Stoßdämpfer befinden sich unterm Verdeckkasten.

Die Verkleidungen hinter den Kopfstützen müssen alle demontiert werden, dann die im oberen Bereich der Filzverkleidung befindlichen Klipse

Darunter liegen neben den Hydraulikleitungen auch die Ventile des Verdecks

Die professionell anmutenden Papierabdeckungen geben dann den Blick frei!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Aufpassen!

Ab jetzt muss auch der Wagen hoch, entweder auf die Bühne oder eben die Hinterhof-Variante mit Wagenheber. Rad runter, und nun Vorsicht! Wenn man zu euphorisch zur Sache geht stirbt schnell einer der Überschlagssensoren. Diese sind einfache Tastschalter welche an beiden Federlenkern montiert werden und im Falle eines Überschlags die Kopfstützen hinten auslösen. Ich sah mich wohl zu früh auf der Zielgeraden, den rechten Schalter habe ich damit seines Ärmchens beraubt. Ein 120€ Malheur, immerhin noch lieferbar. Dazu am besten die Halterungen gleich mitbestellen, sind gerne gammelig.

Der zertrümmerte Schalter und seine Kollegen

Und das Neuteil…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und Problem gelöst!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Man kann übrigens durchaus auch mit defektem Schalter fahren, in scharfen Kurven dann aber nicht über nach Grosskaliber klingenden Geräusche wundern. Wenn die Kopfstützen ausgelöst werden knallts!

Um den Dämpfer unten zu lösen braucht es nur 17er Ringschlüssel und Nuss, oben ist es leider nicht ganz so einfach:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Das Häuschen ist nur von oben zugänglich, wohl dem der hier keinen Rost vorfindet. Wenn doch, mein Beileid!

Mercedes hat hierfür ein Spezialwerkzeug im Programm, sofern der Dämpfer wiederverwendet werden soll ist das auch zu empfehlen. Die Dämpfer die hier heraus operiert werden sind augenscheinlich noch die ersten, also ein Fall für die Tonne. Daher nicht lange fummeln, am Federlenker lösen und dann die Kolbenstange durchtrennen. Kurz in das Gummilager einen Schnitt und schon fällt der Rest auch heraus! 🙂

Dann gehts auch recht schnell, die Neuteile vorbeiten:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Ich habe mir noch die Zeit genommen die Auflagen der Dämpfergummis neu zu lackieren, besser kommt man hier nie wieder ran. Nach einem Tag Trocknungszeit kann dann montiert werden:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Festtüddeln, Verkleidungen wieder rein und freuen das es von Achtern nicht mehr quietscht!

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