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E200T ex Italien

E200T ex Italien

Durch den Unfall im Dezember ist alles etwas ins Hintertreffen geraten und eine kurze Vorstellung unseres neuen Alltags-S124 fehlte bisher noch. Ursprünglich gekauft mit der Absicht ihn weiterzugeben, stellte sich heraus, dass kein einziges Blech an ihm zu schweißen war. Der bisher genutzte E220T wartete zu diesem Zeitpunkt mit einer halb gerissenen Achsaufnahme und 5 weiteren Löchern. Plus Dunkelziffer. Dank Mike Sanders in jeder verdammten Ritze keine Wochenendaufgabe. Also was tun? Beide mit fast gleicher Laufleistung, 248.000km.

Wir haben uns für den Almandinen entschieden, der silberne musste gehen. Funktionierende Klimaautomatik, Farbe, kein Schweißen – recht einfache Entscheidung:

TÜV und erste Amtshandlungen

Zu tun gibt’s trotzdem reichlich. Der 200er ging nach der Abholung direkt zum TÜV Check zu Autoteam Ole Kröcher nach Lütjensee. Aus Zeitgründen bekam er dort neue Federn, Motorlager, Traggelenke sowie alle Bremsschläuche und Leitungen. Mehr war für eine neue Plakette erstmal nicht nötig. Um ihn zuverlässig nutzen zu können, stand natürlich noch einiges mehr auf der Liste. Was das Auto auf der Blechseite an Pluspunkten hatte, kam leider faustdicke auf der Technikseite, letztendlich aber alles keine Dramen. Der Vorbesitzer hatte bei 220.000 die Kopfdichtung gemacht, Motorkabelbaum kam dabei auch neu. Leider wurden die Drosselklappe und der Zündspulenleitungssatz nicht erneuert, stattdessen einfach die Leerlaufdrehzahl erhöht. Und das obwohl der Wagen eigentlich in guten Händen war.

 

Neben der neuen Drosselkklappe, welche wir von Kurth Classic Parts bezogen haben, haben wir auch gleich den bereits undichten Vorlauf des Niveauölbehälters erneuert. Nichts ist bitterer als wegen eines 10€ Teils liegen zu bleiben. Neue Temperatursensoren noch, die verbauten Teile könnten noch Erstausrüstung gewesen sein. Damit war die Fahrbereitschaft erst einmal wieder hergestellt.

 

Optik

Mopf 2 typisch wurden auch diesem Exemplar seine Stoßstangen über die Jahre arg ramponiert. Aus dem Teilebestand bekam er daher 2 neue, welche bei HAKA in Hamburg Lohbrügge einen neuen Anstrich in Navarrarot bekamen. Mit neuen Rückleuchten und Blinkern, welche leider undicht waren, siehts dann schon wieder einigermaßen vorzeigbar aus:

 

Ausstehend sind dann nur noch ein neuer Kotflügel sowie eine Überarbeitung der Heckklappe. Sobald die Temperaturen es zulassen noch eine schöne Aufbereitung des Lacks und er sollte wieder schön dastehen.

 

Innenraum

Ein Grund, den 200er zu behalten, war sicherlich auch die Ausstattung. Italien typisch wurde der Basismotor mit einer Klimaautomatik kombiniert. Eher untypisch, das Automatikgetriebe. Damit ist der Wagen kein Sportler, aber auf den bisherigen Langstrecken hat er sich als ausreichend erwiesen. Somit hat er alles an Bord, was man späterhin nicht mehr nachrüsten wird. Wurzelholz in einem 200er ist schon fast lustig, es passt aber schön zum schwarzen Stoff:

Schon zu seiner Zeit in Italien bekam er ein wohl recht teures Soundsystem verpasst. Hierfür wurden die Türen mit Doorboards versehen.  Ein Verstärker bewohnt zusammen mit einem CD Wechsler und einem riesigen Subwoofer das vordere Schmugglerfach. Gesteuert durch ein Grundig (!) Radio war das damals wohl mal viel Geld wert. Heutzutage ist es ein Fall für den Müll, die Rückrüstung erfolgt Stück für Stück. Beim Tausch der rechten vorderen Fensterheberschere wurden gleich makellose Türverkleidungen ohne Lautsprecher verbaut.  Halb verweste Teer-Dämmmatten ersetzt man dabei am besten gleich mit Alubutyl.

Ansonsten sind akut noch die Heckklappendämpfer zu tauschen, der Rest ist dann eher schnell gemacht. Schiebedach abschmieren, alle Sofitten auf LEDs umbauen, Gebläsemotor und Innenraumfilter erneuern.

 

Was bleibt…

Alle Flüssigkeiten erneuern, Filter wechseln und das Getriebe richtig einstellen. Bremsen und Stoßdämpfer, Fahrwerkshöhe und Radreifen Kombi… Das übliche halt. Perspektivisch natürlich auch neue Achsen. Wir mögen ihn jetzt schon, hoffentlich bewährt er sich auch!

Hoffentlich lässt Corona uns im Sommer wieder raus, dann wird er uns wohl auch nach Italien begleiten und seine alte Heimat erkunden dürfen…

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